Präsenzunterricht

Qualitätsstandards und Orientierungen

 

“Lernen und Lehren im digitalen Wandel” als Qualitätserfordernis

Auch wenn die gegenwärtige Digitalisierungsstrategie des Landes NRW als Folge der Corona-Pandemie insbesondere deshalb einen Schub erhalten hat, weil der Distanzunterricht abgesichert werden soll, bezieht sie sich nicht nur auf diese Unterrichtsform. “Lernen und Lehren im digitalen Wandel” ist gleichsam eine zentrale Herausforderung für die Gestaltung des Präsenzunterrichts (sowie für die hybride Unterrichtspraxis, also die aufeinander abgestimmte Gleichzeitigkeit von Präsenz- und Distanzunterricht).

Dass die digitalen Veränderungen eine Herausforderung für die Unterrichtsentwicklung darstellen, zeigt sich an drei Instrumenten, die das Qualitätsverständnis für Schulen in NRW zum Ausdruck bringen:

 

Referenzrahmen Schulqualität


Der Referenzrahmen Schulqualität NRW weist seit Neuem explizit das “Lernen und Lehren im digitalen Wandel” als Qualitätsdimension (2.10) aus:

Diese Dimension wird in diesem Zusammenhang anhand von drei Kriterien erfasst:

  • Die Schule hat ein schulisches Medienkonzept auf der Grundlage des Medienkompetenzrahmens NRW (…) sowie weiterer darauf aufbauender Konzepte.
  • Die Potenziale digitaler Medien zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen werden reflektiert eingesetzt und lernförderlich genutzt.
  • Die Schule unterstützt die Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken des digitalen Wandels.

Für das FEG bietet sich mit der Festlegung dieser Kriterien die Chance, den schulinternen Medienentwicklungsprozess an den Qualitätsstandards des Landes NRW auszurichten.

 

Medienkompetenzrahmen


Inhaltlich gefüllt wird der Referenzrahmen Schulqualität hinsichtlich der Medienbildung durch den Medienkompetenzrahmen:

Das Kompetenzmodell umfasst insgesamt 24 Teilkompetenzen, die auf eine aufbauende Medienkompetenz entlang der Bildungskette ausgerichtet sind. Die einzelnen Teilkompetenzen lassen sich in sechs übergeordnete Kompetenzbereiche gliedern:

  1. Bedienen und Anwenden,
  2. Informieren und Recherchieren,
  3. Kommunizieren und Kooperieren,
  4. Produzieren und Präsentieren,
  5. Analysieren und Reflektieren,
  6. Problemlösen und Modellieren.

Im Rahmen der aktuellen Überarbeitung der schulinternen Curricula mit Blick auf den G9-Bildungsgang werden diese Kompetenzbereiche systematisch in den Lehrplänen der Sekundarstufe I verankert.

 

Synopse zur Medienkompetenz


Eine Orientierung bei der Berücksichtigung des Medienkompetenzrahmens bei der Lehrplanarbeit bietet eine vom Land bereitgestellte Synopse, die nachstehend eingesehen werden kann: